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2001


Zusammenfassung verschiedener Berufsgruppen in der Zunft zur Schmiden:
Schmidt, Swertfeger (Waffen), Kannengiesser (Teller/Platten), Gloggner (Kuh-/
Kirchenglocken), Spengeller und Sarwürcker (Panzerhemden).

Regelmässige Treffen und Abgabe der Beiträge (Fronfastengeld) im "Haus zu den
drei Nonnen" (Wohnsitz des ersten Zunftmeisters Johannes Zapfner).

Schmidenzunft betreibt als Eigentümerin an der Strehlgasse eine Trinkstube.

Kauf des Zunfthauses "zem guldin Horn" an der Ecke Marktgasse/Rindermarkt,
welches als ältestes Zunfthaus trotz Französischer Revolution und wirtschaftlich
schweren Zeiten bis heute immer im Eigentum der Schmidenzunft blieb.

Eingliederung der Gesellschaft der Scherer (niedrige Chirurgie, Einrenken von
Gliedern) und Bader (Massieren, Schröpfen, Star stechen) in die Schmidenzunft.

Prosperität. Schmidenzunft auf der Höhe der Macht, obwohl Pest (1519) und
Mailänder Feldzüge die Mitgliederzahl auf 58 Zünfter und 2 Meisterinnen (!)
schrumpfen liess.

Scherer und Bader erwarben an der Stüssihofstatt zur Ausübung ihres Berufs ein
eigenes Haus "Zum schwarzen Garten" und nannten sich "Gesellschaft zum
schwarzen Garten".

4 Familien mit total 26 Personen bewohnten das Zunfthaus.

Beruf der Sarwürker starb aus und wurde ersetzt durch die Schlosser.

Harte Zeiten. Verkauf von Silbergeschirr und Glasmalereien.

Französische (Helvetische) Revolution. Schmidenzünfter lieferten das teilbare
Zunftgut nicht den "Befreiern unseres Landes" ab, sondern teilten es unter sich auf.

Franzosen quartierten ihre Regimentsschneiderei im Zunfthaus ein. Nur durch
das resolute Verhalten der Hausverwalterin konnten grössere Schäden im Haus
verhindert werden.

Schuhmacher der Helvetischen Linieninfanterie hausten im Zunfthaus und
hinterliessen es in "schandbarem" Zustand. Nicht genug. Eine Haubitzengranate
explodierte im dritten Stock.

Auflösung der "Gesellschaft zum schwarzen Garten" und Verkauf der Liegenschaft
an die Kirchgemeinde Predigern. (Am Sechseläuten stellt eine Gruppe von
vorwiegend Akademikern in schwarzem Talar und goldener Kette die ehemaligen
Mitglieder dieser Gesellschaft dar.)

Gottfried Keller schrieb im Auftrag des Zunftmeisters Franz Hagenbuch die
"Johannisnacht". Becherweihe des vom Zunftmeister gespendeten Pokals mit der
Figur des Pannerherr Schwyzer
. Das dramatische Gedicht wird seither bis heute alle
zehn Jahre im Zunfthaus von den jeweiligen 9 Vorstehern der Schmidenzunft
aufgeführt.

Das Gedicht handelt von einzelnen Schmidenzünftern, die aus jedem Jahrhundert
aus dem Grab steigen und sich zu Johannis im schönen Zunftsaal treffen, sich
Geschichten erzählen und zum Schluss die Freundschaft hochleben lassen.

Gründung des Vereins "Handwerk der Schmide" und Aufnahme der aktiven
Schmiedetätgkeit in der Dorfschmitte Erlenbach.

Bezug der Schmitte mit grosszügigerem Raumangebot bei der Firma Zweifel in
Zürich-Höngg.

Aktueller Standort der Schmitte bei Integra-Siemens in Wallisellen. Regelmässige
Ausübung des Schmiedehandwerks alle 14 Tage in 4 Gruppen von 4 bis 8
Schmiden. Spezielle Anlässe wie Damenschmieden, Buebe- und Meitlischmieden
und Schmieden mit Gästen.

Erwerb der Nachbarliegenschaft "Haus zum schwarzen Adler", womit sich heute mit
den Liegenschaften "Zum goldenen Horn" und "Zum schwarzen Adler" der ganze
Häuserblock an der Ecke Marktgasse/Rindermarkt im Zunftbesitz befindet.